Systematik

OrdnungGalliformes
FamilieCracidae
Unterfamilie
GattungCrax
ArtCrax rubra

Hokkos vertreten im tropischen Amerika die Fasanen Eurasiens und erinnern in manchem auch an die amerikanischen Truthühner.

Beschreibung

Der Hokko hat die Statur von einem besonders grossen Huhn. Das Männchen ist schwarz gefärbt und trägt auf dem Schnabel ein gelbes Tuberkel, was der Art auch ihren Namen verleiht. Auf dem Kopf trägt er hübsche gekrauste Schmuckfedern. Das Weibchen ist hingegen braun mit einem weiss-gestreiften Schwanz und einem schwarz-weiss gemusterten Kopf. Auch sie trägt gekrauste Schmuckfedern auf dem Kopf. Der Tuberkelhokko bringt ein Gewicht von 4-5 kg auf die Waage, wobei die Weibchen schwerer sind als die Männchen.

Biologie

Trotz seiner verborgenen Lebensweise ist dieser grosse Hühnervogel bei den Einheimischen wegen seiner sehr lauten Rufe wohlbekannt. Hokkos leben paarweise oder in kleinen Gruppen und halten sich am liebsten am Boden auf, wo sie nach Essbarem suchen. Bei Gefahr laufen sie davon oder suchen Schutz in den Bäumen. Dort verbringen sie auch die Nacht; und auch gebrütet wird in der Höhe. Hokkos sind hauptsächlich Pflanzenfresser, nehmen aber in geringerem Umfang Insekten, Schnecken und andere Kleintiere zu sich. Am meisten mögen sie Früchte, Samen und Feigen. Hokkohühner bauen ihr Nest auf Bäumen oder in Büschen mitten im Wald oder im Dickicht. Meistens legen die Hennen nur zwei Eier. Die Brutarbeit erledigen das Weibchen und das Männchen gemeinsam, und sie bleiben auch zeitlebens zusammen. Die jungen Hokkos werden von beiden Eltern umsorgt. Bei Gefahr erheben Vater und Mutter ein grosses Geschrei und lenken die Aufmerksamkeit auf sich, während die Jungen schnell verschwinden. Die Jungtiere sind im Alter von 20 Tagen flugfähig und verlassen das Nest.

Lebensraum

Der Tuberkelhokko stammt aus den Tropenwäldern zwischen Ostmexiko und dem Westen Kolumbiens und dem Nordwesten Ecuadors. Die Tuberkelhokkos sind Bewohner des dichten tropischen Waldlandes.

Bedrohung

Wegen der Zerstörung ihres Lebensraums und der übermässigen Jagd in manchen Gebieten befindet sich der Tuberkelhokko auf der roten Liste des IUCN. Der Tuberkelhokko kommt unter anderem auch im Papiliorama-Reservat Shipstern in Belize, Zentralamerika vor (www.itcf.ch). Durch das Reservat kann das Papiliorama nebst der Zucht zur Arterhaltung in der Schweiz auch direkt im Verbreitungsgebiet zum Schutz dieser Tierart beitragen.