Systematik

Ordnung Lepidoptera
Familie Papilionidae
Unterfamilie Papilionidae
Gattung Papilio
Art Papilio memnon (Grosser Mormone)

Beschreibung

Der Grosse Mormone hat eine Flügelspannweite zwischen 12 und 15 cm und hat verschiedenste Erscheinungsformen. Es existieren 13 Unterarten, mit insgesamt 4 verschiedenen Erscheinungsformen bei den Männchen und 9 bei den Weibchen. Die häufigste/typische Erscheinungsform wird agenor genannt (P. memnon agenor). Die agenor Männchen sind dunkelblau bis schwarz. Unten auf den Vorderflügeln können rote Flecken vorhanden sein. Das agenor Weibchen hat braun-beige (sepia) Vorderflügel, die weissgrau gestreift sind. Zudem ist eine kleine rote Fläche an der Flügelbasis zu sehen. Die Hinterflügel sind schwarzblau und haben in der Nähe der Basis 5-7 blaue und/oder gelbe, runde Flecken. Die Unterart agenor hat keine Schwänzchen am Hinterflügel. Eine häufig anzutreffende weibliche Form ist die Unterart alcanor. Hier sind die Vorderflügel grau, mit Schwarz gezeichneten Flügeladern und einer roten Fläche an der Flügelbasis. Die Hinterflügel sind schwarz, mit weissen Streifen. Sie enden in einem spatelförmigen „Schwänzchen“. Zudem ist eine Reihe kleiner, orange-roter Flecken zu erkennen. Die Raupen sind grün, mit weissen Flecken, die sie wie Vogelkot aussehen lassen. Die Puppen sind grün, gekrümmt und kantig. Zudem ist ein hellgrün-gelbliches Brustschild zu erkennen. Der Kopf ist zweigliedrig, die Seiten abgeflacht. Je nach Substrat auf dem sich die Raupen verpuppen, können die Puppen auch braun gefärbt sein.

Biologie

Der Grosser Mormone ernährt sich von Nektar. Die Futterpflanzen sind Citrus sp, Fortunella sp, Paramignya scandens. P. memnon ist tagaktiv und fliegt normalerweise 2-4 m über dem Boden. Die Männchen zeigen ein spezielles Paarungsverhalten, welches man im Englischen «hilltopping» nennt. Sie gruppieren sich auf kleinen Hügeln und präsentieren sich den Weibchen. Das Männchen mit der höchsten Stellung in der Hierarchie sitzt zuoberst. Die Weibchen besuchen die Hügel und wählen ein Männchen, mit dem sie sich paaren. Die Männchen sind sehr territorial. Treffen sich zwei Männchen, „kämpfen“ sie um das Territorium. Dabei fliegen sie in Spiralen immer höher, bis eines der Männchen aufgibt. Je dominanter ein Männchen ist, umso höher fliegt es. Die Raupen der Familie Papilionidae besitzen ein spezielles Organ, welches hinter dem Kopf sitzt. Die fleischige Nackengabel, Osmaterium genannt, ist auffällig gefärbt (oft orange) und wird als Abwehrmechanismus ausgestülpt. Dabei verströmt sie einen starken Geruch. Dieses Abwehrsystem wird besonders gegen Fliegen und paristäre Wespen eingesetzt.

Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Indien bis nach Japan und beinhaltet Burma, China, Malaysia und Indonesien. P. memnon kommt eher in tiefer gelegenen Gebieten vor, es wurden aber schon Individuen auf 7‘000m Höhe im Himalaya gesichtet. Männchen und Weibchen leben nicht im gleichen Lebensraum. Die Männchen sind auf offenen Flächen wie Lichtungen, Wegen oder sogar um Siedlungen anzutreffen. Die Weibchen sind generell weniger häufiger zu finden. Sie bevorzugen bewaldete Gebiete.

Bedrohung

P. memnon ist eine häufge und nicht bedrohte Art.