Systematik

Ordnung Lepidoptera
Familie Nymphalidae
UnterfamilieDanainae
Gattung Danaus
Art Danaus plexippus (Monarchfalter)

Beschreibung

Der Monarch hat eine Flügelspannweite von 8.9 bis 10.2 cm. Die Männchen sind etwas grösser als die Weibchen. Die Flügeloberseiten sind leuchtend orange mit schwarz nachgezeichneten Flügeladern, die bei den Weibchen stärker ausgeprägt sind. Die Flügelränder sind schwarz gesäumt, mit zwei Reihen kleiner, weisser Flecken. Der Apex der Vorderflügel ist schwarz und mit weissen und orangen Flecken. Die Männchen haben zusätzlich je einen schwarzen Flecken auf jedem Hinterflügel. Dies sind Duftorgane, die Pheromone zur Anlockung von Weibchen aussenden (Dufthaarbüschel). Die Flügelunterseiten sind ähnlich gefärbt, die Spitze ist jedoch bräunlich und die weissen Flecken auf den Vorderflügeln grösser. Bei den Hinterflügeln ist die Grundfarbe heller. Der Körper ist schwarz und mit weissen Punkten gesprenkelt. Die Raupen sind mit farbigen Bändern verziert (schwarz, gelb, weiss). An beiden Körperenden ist je ein Paar schwarzer Fäden zu sehen. Die eiförmigen Puppen sind hellgrün, mit vereinzelten goldenen Flecken. Die breiteste Stelle ist mit einem Band schwarzer und goldener Punkte verziert.

Biologie

D. plexippus ernährt sich hauptsächlich von Nektar von verschiedenen Pflanzen, bevorzugt aus der Familie der Unterfamilie Asclepiadaceae. Er kann aber auch den Saft von Blättern und Früchten, sowie den Baumsaft von einigen Arten zu sich nehmen. Die Futterpflanzen sind allesamt Milchsaft-Pflanzen der Familie Asclepiadaceae. Der Monarch ist ein Tagfalter, der ein einzigartiges Migrationsverhalten zeigt. Besonders in Nordamerika, wo er zweimal im Jahr in Gruppen von mehreren Millionen Tieren mehrere tausend Kilometer zurücklegt. Zwischen August und Oktober wandert er vom Norden in den Süden – vor allem in Richtung Mexiko. Im Frühling steht dann der Rückweg an. Das Wanderverhalten des Monarchs ist vom Ausmass her unter Insekten einzigartig. Das Erstaunliche an dieser Migration ist, dass sie sich über mehrere Generationen erstreckt. Die Individuen dieser Art pflanzen sich auf dem Weg fort und sterben dann. Der Nachwuchs führt dann die Migration fort. Der Monarch lebt nicht länger als etwa zwei Monate mit Ausnahme der Generation am Ende des Sommers. Diese überwintert an genau festgelegten Überwinterungsorte, teilweise in riesigen Gruppen bestehend aus Hundertausenden von Tieren. Diese Generation kann sieben Monate und älter werden. Sie pflanzt sich im Frühling am Anfang ihres Weges zurück in den Norden fort. Da die Tiere schliesslich auf dem Weg sterben, führt die nächste Generation die Wanderung fort. Die Migrationsroute scheint eine vererbbare Information zu sein. Die Navigation basiert auf dem Sonnenstand und dem Erdmagnetfeld. Die Männchen der Gattung Danaus besitzen alle spezielle Dufthaare auf dem Bauch, die sich aufstellen und Pheromone abgeben, um Weibchen zur Paarung anzulocken. Beim Monarchfalter werden jedoch keine Pheromone abgegeben. Die Haare scheinen ein rein visueller Stimulus für die Weibchen zu sein und nur schon das Aufstellen der Haare reicht, um die Weibchen zu stimulieren. Die Männchen sterben dann gleich nach der Paarung, während die Weibchen noch eine Weile leben, um die Eier abzulegen. Danainae sind ungeniessbare Schmetterlinge, da sich die Raupen von Pflanzen ernähren, die ein giftiges Latex enthalten. Diese giftigen Substanzen reichern sich in der Raupe an und werden an die Schmetterlinge weitergegeben. Somit sind beide Stadien giftig für Fressfeinde. Bei den Schmetterlingen der Familie Nymphalidae ist das vorderste Beinpaar zurückgebildet, so dass sie nur zwei Beinpaare zur Fortbewegung nutzen.

Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet umfasst Nord-, Mittel- und Südamerika, Australien, Neuseeland, Neuguinea und die Kanarischen Inseln. Man findet den Monarchfalter in zahlreichen Lebensräumen wie auf Feldern, in Grasland, urbanen Parks, Gärten und am Strassenrand. Er überwintert in Nadelwäldern.

Bedrohung

In den vergangenen Jahren wurden Populationsrückgänge bemerkt und auch die Wanderungen haben zum Teil abgenommen. Die Gründe dafür sind noch unklar. Eine Rolle spielen aber sicher Insektizide und die Klimaveränderungen.