Systematik

OrdnungLepidoptera
FamilieNymphalidae
UnterfamilieSatyrinae
GattungCaligo
ArtCaligo atreus

Das lateinische Wort Caligo heisst «Dunkelheit», was vermutlich auf die Dämmerungsaktivität dieser Art zurückzuführen ist.

Beschreibung

Der Gelbrand-Bananenfalter ist ein großer Schmetterling mit einer Flügelspannweite von 14-16 cm. Er ist leicht an den Farben seiner Flügeloberseite zu erkennen: Die Vorderflügel sind blauviolett, während die Hinterflügel einen breiten gelben Streifen aufweisen. Auf der Flügelunterseite ist er braun und weiß marmoriert und besitzt, wie alle Schmetterlinge der Gattung Caligo, ein grosser Augenfleck auf jedem Hinterflügel.

Die Raupen sind braun gestreift und haben fünf kurze Schein-Dornen auf dem Rücken. Auf den Stigmen sind rote Flecken sichtbar. Der Kopf ist ebenfalls gestreift und mit sechs Hörnern, die nach vorne und hinten geneigt sind, bestückt. Die Raupen haben einen ziemlich langen, zweigliedrigen Schwanz. Während der ersten Stadien sind die Raupen grün und nicht braun.

Die Puppen sind gelb-beige, breit, massiv und ohne besondere Verzierungen, abgesehen von zwei kleinen Perlmuttflecken auf jeder Seite des Kopfes.

Biologie

Der Gelbrand-Bananenfalter ist vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv. Ansonsten bevorzugt er dunkle und wolkenverhangene Gebiete. Vor der Paarung umkreist das Männchen das Weibchen, während beide im Flug sind.

Diese Schmetterlingsart ernährt sich vom Saft überreifer Früchte und von Baumsäften.

Die Raupen ernähren sich von Bananen- (Musa) und Heliconiablättern (Heliconiaceaea) aber auch von Pflanzen der Familie der Cyclanthaceae. Bananenfalter verursachen sehr häufig Schäden an Bananenplantagen. Die Raupen leben in den ersten Stadien in Gruppen, später werden sie Einzelgänger und halten sich oft auf der Blattrippe an der Blattunterseite auf.

Eulenfalter (Caligo sp) sind Schmetterlinge, welche langsam fliegen: ca. 2 Flügelschläge pro Sekunde. Sie können ihre Geschwindigkeit jedoch bei Bedarf erhöhen.

Bei den Schmetterlingen der Familie Nymphalidae (Edelfalter) ist das vorderste Beinpaar zurückgebildet, so dass sie nur zwei Beinpaare zur Fortbewegung nutzen.

Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet des Gelbrand-Bananenfalters erstreckt sich von Mexiko bis Peru.

Er kommt in den Regenwäldern der Atlantik- und Pazifikküste bis zu einer Höhe von 1’300 m vor.

Bedrohung

Diese Art ist nicht auf der IUCN-Liste der gefährdeten Arten aufgeführt. Es besteht dennoch Grund zur Sorge. Denn im Kampf gegen die Raupenschäden werden umweltschädigende synthetische Pflanzenschutzmittel eingesetzt, aber auch Schlupfwespen, deren langfristige Auswirkungen noch nicht klar sind. Im Übrigen werden weibliche Eulenfalter oft von Trichogramma-Schlupfwespen parasitiert, welche sich an ihren Flügeln festhalten und ihre Eier in diejenige des Schmetterlings legen.